Schweriner Theater zeigt „Musiksalon unterm Schnürboden“

Seitenwechsel: Die Bühne wird zum Zuschauerraum

 

Jens Lietzke (c) Theater SchwerinZu einem „Musiksalon unterm Schnürboden“ mit Werken von Ralph Vaughan Williams lädt das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin am Donnerstag, den 28. Januar um 19.30 Uhr auf die Bühne im Großen Haus ein. Ausgedacht hat sich das Programm Solorepetitor Jens Lietzke, der seit zwei Spielzeiten Mitglied des Ensembles ist. Mehr Nähe zu den Künstlern des Musiktheaterensembles und der Mecklenburgischen Staatskapelle zu schaffen, gehörte zu den Überlegungen des jungen Pianisten, denn das Publikum sitzt nicht wie sonst im Zuschauerraum. Die Besucher nehmen auf er Bühne Platz, genauer gesagt, unter dem Schnürboden. Das ist eine aus dem Zuschauerraum nicht sichtbare Zwischendecke, an der alle Schnüre zum Bewegen der Bühnenbilder zusammenlaufen. „Das schafft eine ganz besondere Intensität, die besonders den oftmals intimen, leisen Tönen der Lieder entgegenkommt“, so Jens Lietzke.

Ralph Vaughan Williams, der große alte Herr der britischen Musik des 20. Jahrhunderts, beschäftigte sich intensiv mit englischem Volksliedgut und der Musik des elisabethanischen Zeitalters. Diese Quellen flossen als Inspiration auch in seine Werke ein und prägen den farbenprächtigen, zugleich melodischen Stil, dem eine wunderbare Fülle von Liedern, darunter die Sammlung der „Songs of Travel“, entsprang. Für die hohe Emotionalität seines Schaffens steht das 1905 komponierte Klavierquintett, für das er die ungewöhnliche Besetzung mit Kontrabass nach dem Vorbild von Schuberts „Forellenquintett“ wählte.

Mit: Sebastian Kroggel (Bassbariton), Katrin Wodner (Violine), Hartmuth Juch (Viola), Kathrin Vogler-Georgi (Violoncello), Karsten Lauke (Kontrabass), Jens Lietzke (Klavier)

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