Es bleibt dabei: Auswärtsspiel = Niederlage

SV Grün-Weiß verliert SV 63 Brandenburg mit 25:26

 

Die Frauen vom SV Grün Weiß konnten auch am vergangenen Sonntag den Bock nicht umstoßen. Beim Ligarivalen SV 63 Brandenburg unterlagen sie knapp mit 25:26 und verbleiben auf Platz fünf der Tabelle. Dabei hatten sich Trainer und Spielerinnen viel vorgenommen, allerdings konnte dies nur in der ersten Hälfte der Partie umgesetzt werden. Die Anfangsphase gestaltete man, wie so oft, selbst schwierig, lag nach kleinen Unaufmerksamkeiten schnell mit 0:4 zurück. Im Verlauf des Spiels jedoch fingen sich die Spielerinnen, wurden sicherer und verkürzten bis zur 15. Minute auf 7:8, kurz darauf schaffte Evangelidou auch den Ausgleich zum 9:9. Von da an ging es quasi so, wie man sich das vorgestellt hatte. Die Konter stachen und aus dem Rückraum trafen Celka und Powierski. So stand es kurz vor der Halbzeitpause 15:11 für die Gäste. Mit der Sirene, als Schwerin mit dem Kopf schon in der Kabine war, erzielte Brandenburg noch, völlig unnötig aus Schweriner Sicht, den 11. Treffer zum 14:11.

Die zweite Hälfte begann mit einem Schweriner Treffer, dem 15. Auch in den folgenden Minuten verwalteten die Gäste den Vorsprung bis zum 17:20 (38.) und irgendwie dachte die eine oder andere Spielerin wohl schon an zwei Punkte für die Rückreise. Anders kann man sich den Blackout, der nun folgte, nicht erklären. Die Brandenburgerinnen kämpften sich im wahrsten Sinne ins Spiel, boten den Grün Weißen immer mehr körperlich Paroli und verkürzten den Abstand. Nach 44 Minuten glichen sie aus zum 20:20, nach 50 Minuten waren sie mit 25:20 in Führung gegangen. Und Schwerin? Die Gäste waren zusehends beeindruckt, wie sich der Tabellenzehnte gegen die Niederlage stemmte und boten in der der Phase kaum Gegenwehr. Es klappte einfach nichts mehr, Angriffe, selbst in Überzahl, wurden zu schnell abgeschlossen, dazu ließ man selbst den in Unterzahl spielenden Gästen viel zu viele Möglichkeiten, die sie dankend annahmen und zu Torerfolgen machten. Aus vier Toren Vorsprung wurde im Handumdrehen ein 5 Tore- Rückstand.

Trainer Sarakewitz verstand die Welt nicht mehr und reagierte. Die Deckung wurde umgestellt, die gegnerische Spielmacherin wurde kurz gedeckt. Es wurde vieles versucht auf Schweriner Seite und man hätte es sogar fast geschafft mit dieser offensiven Deckung noch das Spiel zu wenden, aber es reichte am Ende nur noch zum Anschlusstreffer 24:25 bzw. 25:26. Es bleibt also alles beim Alten, der SV Grün Weiß „kann kein auswärts“ und das führt dazu, dass man den oberen Tabellenplätzen einfach nicht näher rückt.

Es spielten: Güdokeit, Klasen; Laas 2, Wichmann 1, Nawrot, Lück 4, Evangelidou 3, Wolter 2, Panzer 1, Wieck, Celka 6/1, Powierski 6/3

 

Ralf Grünwald

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