OB beauftragt interne Untersuchung zum Umgang mit Missbrauchshinweisen

Opfer erhalten Hilfen zur Bewältigung der Missbrauchsfolgen

 

„Den Kindern und Eltern, die vom vielfachen sexuellen Missbrauch des jetzt vor Gericht stehenden Mitbegründers des Vereins Power for Kids betroffen sind, gilt unser tiefes Mitgefühl. Dieses Verbrechen macht mich sehr betroffen. Wir werden Kinder und Eltern mit notwenigen psychologischen und sozialen Hilfen bei der Bewältigung der Missbrauchsfolgen zur Seite stehen“, bekräftigte die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Schwerin, Angelika Gramkow.
Auch dem ehrenamtlichen Verein Power for Kids bietet die Stadt professionelle Unterstützung an, um Kindeswohlgefährdungen in der Vereinsarbeit künftig auszuschließen. „Der Kinderschutz beim Verein muss gewährleistet werden.“

Die Oberbürgermeisterin informierte am Montag über die von ihr eingeleiteten Sofortmaßnahmen. „Beim Umgang des Jugendamtes mit den Missbrauchshinweisen sind Fragen offen geblieben. Wir müssen klären, wie schwerwiegend die gemachten Fehler waren. Die Bürgerinnen und Bürger Schwerins und auch ich als Oberbürgermeisterin müssen sicher sein, dass das Jugendamt jeden noch so kleinen Hinweis auf Kindeswohlgefährdung konsequent verfolgt“, so Angelika Gramkow. Sie hat deshalb eine interne Untersuchung beauftragt, dazu eine unabhängige Untersuchungsführerin benannt und mit allen Kompetenzen ausgestattet.

Die Untersuchung wird auf Bitten der Oberbürgermeisterin durch eine Fachkraft des Kommunalen Sozialverbandes (Landesjugendamt) in Abstimmung mit dem Sozialministerium extern begleitet. Der Prozess soll zügig abgeschlossen werden. Der zuständige Ableitungsleiter und die Fachdienstleiterin für Jugend, Schule und Sport wurden mit sofortiger Wirkung und bis zum Ende der Untersuchung von Aufgaben der allgemeinen Jugendhilfe entbunden.

 

Quelle: LHS

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