Paulshöhe – eine „Never ending Story“

Demonstration zum Erhalt der Paulshöhe am kommenden Sonntag

Am Sonntag, den 18. Juni 2017 findet um 10 Uhr eine Demonstration für den Erhalt der Traditionsportstätte Paulshöhe statt. Wie die Organisatoren bekannt gaben, wird der Startpunkt der Grunthalplatz (HbF) Schwerin sein. Durch die Demonstration wollen die Initiatoren des Partei-, und Spartenübergreifenden Bündnisses ein deutliches Zeichen für einen Erhalt der fast 100 Jahre alten Traditionssportstätte setzen.

„Die Paulshöhe wird derzeit aktiv bespielt. Die Stadt plant den Sportplatz ab dem 1. Januar 2018 stillzulegen. Anschließend soll das Gelände verkauft werden. Es ist eine hochwertige Villenbebauung angedacht. Paulshöhe ist die Heimatstätte von mehr als 10 Vereinen aus dem Fussballsport, sowie Wassersport und anderen Sportarten. Auch viele Menschen aus dem sozialviertel Großer Dreesch/Mueßer Holz nutzen den Freisportplatz. Die Planungen des Abrisses laufen bereits. Die Kündigungen sind ausgesprochen. Und die ersten Investoren freuen sich schon auf teures Bauland. Die Paulshöhe droht zu sterben. Dies wollen und werden wir verhindern“, heißt es in einer heutigen Pressemitteilung.

Die Kampagne „Paulshöhe 20`18“ soll mit der Demonstration offiziell gestartet werden. Das Symbol, ein grünes P in eckigen Klammern – orientiert sich an der Kulturschutz Kampagne vor einigen Jahren. Inzwischen hängt das P-Plakat in vielen Geschäften der Stadt. Auf der Internetseite der Kampagne gehen täglich Dutzende Unterstützerfotos online. Die Demonstration steht dabei unter dem Motto: „Wer einen fast 100 Jahre alten Sportplatz abreißen will, hat den Status eines Weltkulturerbes nicht verdient!“.

Zu den Organisatoren gehören u.a. Mitglieder der ASK, Dynamo-Fans, freie Sportler, Vereine der Paulshöhe. In deren Stellungnahme heißt es: „Wir fordern einen Bestandschutz für die Sportplätze Görries, Krösnitz und natürlich für die Paulshöhe. Dieser Bestandschutz soll solange gelten und die Sportplätze vor einem Abriss bewahren bis das „Konzept für den Fussballsport“ aus dem Jahr 2010/2011 überarbeitet und der heute real notwendige Bedarf neu ermittelt wurde. In dem Konzept aus 2010/2011 geht hervor, dass auf die drei Sportstätten verzichtet werden kann, weil Schwerin im Jahr 2017 nur noch knapp 90.000 Einwohner habe. Dies ist mitlerweile hinfällig. Schwerin nähert sich der 100.000 Einwohnermarke. Hier muss dringend nachgebessert werden.“ Die Organisatoren geben sich optimistisch. Ihnen zufolge deute sich eine Mehrheit für den Erhalt auch innerhalb der Stadtpolitik an.

Weitere Informationen findet man auf der Facebook-Veranstaltungsseite. Oder auf der Internetseite www.paulshoehe.com

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