Schweriner Bündnisse demonstrieren gegen MVGIDA

Zusammenkunft am 11. Januar auf dem Marienplatz

 

„Schwerin für alle“ und das „Aktionsbündnis für ein friedliches und weltoffenes Schwerin“ rufen zu einer Demonstration unter dem Motto „Für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben in Schwerin“ am Montag, 11.1. in der Schweriner Innenstadt auf. Anlass ist die Ankündigung eines „Großen Spaziergangs“ durch die fremdenfeindliche und maßgeblich von der NPD gesteuerte Initiative MVGIDA am gleichen Tag, der an die ersten Demonstrationen der Initiative vor einem Jahr erinnern soll. Aktionen von MVGIDA, die im Laufe des Jahres auf weitere Orte ausgedehnt wurden, waren stets durch starke Präsenz von Rechtsextremisten und aggressive fremdenfeindliche Parolen geprägt.

„Rechtspopulisten und neue Nazis kennen derzeit nur ein Thema: Flüchtlinge. Schon lange vor dem Anstieg der Flüchtlingszahlen war dies ihr Hauptthema. Keine Unterkünfte in unserer Nachbarschaft, Schutz vor angeblicher Islamisierung, angeblicher Kriminalität und angeblich eingeschleppten Krankheiten. Aber entgegen ihren vergifteten Besorgnissen heißt der Schweriner Weihnachtsmarkt noch Weihnachtsmarkt, ist die Kriminalität von Flüchtlingen nicht über dem deutschen Durchschnitt und ist noch keine ausländische Seuche ausgebrochen. Sie müssen zu Lügen und Fälschungen greifen, um ihr Zerrbild einer durch Fremde überforderten Gesellschaft aufrecht zu erhalten“, heißt es im offiziellen Aufruf der Schweriner Aktionsbündnisse.

Wie die Initiatoren betonen, stehe Schwerin zwar vor neuen Aufgaben aber nicht vor unlösbaren Problemen. „Wir wollen alles dafür tun, dass alle Menschen in Schwerin friedlich, sicher und respektvoll zusammenleben können.Der Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen müssen nun die notwendigen Schritte folgen, um eine schnelle und konfliktarme Integration der Menschen zu ermöglichen. Ehrenamtliche Unterstützung und staatliche Hilfen müssen dazu ineinander greifen. Entscheidend ist aber die Bereitschaft der Menschen, Einheimischer und Geflüchteter, mit gegenseitigem Respekt und Offenheit für Gemeinsames und Verschiedenes aufeinander zuzugehen. Dafür setzen wir uns weiter ein.“

 

Die Demonstration beginnt um 17.30 Uhr auf dem Marienplatz und endet auf dem Markt. Unterstützer der Aktionsbündnisse und des Aufrufs sind die Flüchtlingshilfe Schwerin, der DGB, Bündnis90/Die Grünen, Linke, SPD und Jusos, der Verein „Die Platte lebt“ und weitere Organisationen und Einzelpersonen.

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