Sport, Musik und internationale Küche

TuS Makkabi e V führte erfolgreich ein Projekt für Zuwanderern und Asylbewerbern durch

Chorleiter Leonid Zayets singt eigene Kompositionen. Foto: Makkabi

Mueßer Holz (raib). „Sport und Musik sind eine Sprache, die jeder versteht“, ist ein Projekt, das der Turn- und Sportverein Makkabi e. V Mitte November des vergangenen Jahres mit Unterstützung der Aktion Mensch begann. „Als Projektziel sehen wir die Bereicherung der sozialen und kulturellen Infrastruktur im Wohngebiet Mueßer Holz“, sagt Semen Borodjanski, Vorsitzender des Vereins. „Uns ist es sehr wichtig, dass es gelang, unterschiedliche Gruppen von Zuwanderern und Asylsuchenden mit diesem Projekt zu erreichen. Das gemeinsame verbindende der Gruppe sollten der Sport und die Liebe zur Musik sein. Wir haben insgesamt 32 Teilnehmende aus Russland, der Ukraine und aus Syrien erreichen können“ sagt Semen Borodjanski.

Im sportlichen Bereich standen Nordic Walking, Tischtennis, Badminton und Boule zweimal wöchentlich auf dem Programm. Es waren solche Sportarten, die sich für die Teilnehmenden unterschiedlichen Alters wunderbar eigneten. Dabei konnte auf den Fitnesstand der Einzelnen individuell eingegangen werden.

Damit das Musikalische voll zum Tragen kam, haben wir eine Reihe von Musikinstrumenten angeschafft. Dazu gehören ein Elektro-Schlagzeug, ein E-Piano und eine Gitarre und zum Erreichen eines guten Sounds ein neues Mischpult sowie ein Receiver mit Mikrofonen. Auf dem Programm standen Volksliede und Chansons in verschiedenen Sprachen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten dabei viel Freude. Gemeinsames Singen verbindet nicht nur untereinander sondern tut der seelischen Stimmung gut.

Außerdem stand mit dem Kennenlernen anderer Kulturen auch die gesunde Ernährung verschiedener Völker auf dem Plan. So gab es eine russische, eine ukrainische sowie eine syrische Küche. Zusammen haben dann alle die mediterrane Küche kennen gelernt. Beim Sport, Singen oder Kochen hatten alle die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen über ihre Kulturen, Sprachen und Religionen. Ganz wichtig war dabei, dass damit Menschen wieder motiviert wurden, die bisher wenig auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft integriert sind. Im Rahmen des Projektes war es möglich, solche Werte wie Disziplin, Motivation, Teamfähigkeit, Empathie und Kommunikationsfähigkeit zu fördern.„Wir haben das Ziel unseres Projektes, das am 31. August endet, erreichen können. Allen hat es viel Freude gemacht und ihnen ist es gelungen, ein wenig aus der sozialen Isolation herauszukommen und sie wieder fit für den Arbeitsmarkt werden, der derzeit viele Chancen bietet. Außerdem ist unser Verein durch die neuen Musikinstrumente in die Lage versetzt, dass er bei solchen Aktivitäten wie das Stadtteilfest, die Interkulturellen Wochen oder auch bei anderen Veranstaltungen mit einem eigenen musikalischen Programm die kulturelle Vielfalt bereichern kann“, sagt Semen Borodjanski.

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