Trauer um Schweriner Grafiker Karlheinz Effenberger

Seine letzte Ausstellung im Schweriner Schleswig-Holstein-Haus hieß „Zeichen meines Lebens“. „Effi“, wie ihn seine Freunde nannten, feierte damit im vergangenen Jahr seinen 80. Geburtstag. Vor wenigen Tagen ist der Grafiker Karlheinz Effenberger in Schwerin verstorben. Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow: „Mit Sachverstand und Einfühlungsvermögen engagierte sich Karlheinz Effenberger im gesellschaftlichen und vor allem auch im politisch-künstlerischen Leben. Er wird seiner Heimatstadt Schwerin sehr fehlen.“ Effenberger wurde am 10. August 1928 in Raspenau in der Tschechoslowakei geboren. Auf eine Lehre als Zimmermann und Bauzeichner folgte ein Studium an der Hochschule der Bildenden Künste in Dresden bei Hans-Theo Richter und Lea Grundig. Zusammen mit den Künstlerfreunden Gerhard Floß und Horst Holinski – bekannt als das „Kollektiv Bannewitz“ – kam Effenberger 1961 nach Schwerin, wo er bis zu seinem Tod lebte.

Bekannt geworden ist er vor allem als Grafiker – so als Buchillustrator, Plakatkünstler oder als Illustrator von Programmheften des Mecklenburgischen
Staatstheaters. Für sein Schaffen erhielt er drei Mal den Fritz-Reuter-Kunstpreis und 1988 den Architekturpreis der DDR. In den letzten Jahren nahmen
„Materialbilder“ aus Holz, Metall, Glas und anderen Fundstücken einen bevorzugten Platz in seinem  künstlerischen Schaffen ein.

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