Verdi-Trilogie mit „Aida“ vollendet

Mecklenburgisches Staatstheater präsentiert Bühnenbildmodell

 

Bühnenmodell von ''Aida'' (Foto: Hilka Baumann)Die Schlossfestspiele Schwerin des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin vollenden diesen Sommer ihre Verdi-Trilogie mit der Oper „Aida“ auf dem Alten Garten. Dieser Platz inmitten des beeindruckenden Ensembles aus Schloss, Museum und Theater scheint wie geschaffen für das monumentale Bühnenwerk von Giuseppe Verdi, das am 8. Juli 2016 seine Open-Air-Premiere feiert, nachdem dort in den Vorjahren „Nabucco“ und „La Traviata“ erfolgreich inszeniert wurden.

Die Gestaltung des Bühnenbildes – wie auch die der Kostüme – liegt wieder in der Hand der Schweizerin Romaine Fauchère, die hierfür bereits bei den zurückliegenden Schlossfestspielen Schwerin in 2014 und 2015 verantwortlich zeichnete. Im kommenden Sommer wird die Bühne wieder mit Blick auf das Staatliche Museum ausgerichtet sein. Knapp 1.700 Besucher werden auf der Tribüne Platz finden. Die 30 m breite Bühne wird durch eine Pyramidenoptik bestimmt, die mit mehreren Ebenen unterschiedliche Spielräume eröffnet. „Das Prinzip der Pyramide etabliert mit diesem Bühnenbild die Idee einer Hierarchie, die auf den drei Mächten Religion, Politik und Militär beruht“, erklärt Romaine Fauchère. Zwei große Segel umrahmen die Bühne und leiten architektonische Kraftlinien zur Spitze dieser Pyramide. Die Musiker der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin werden unterhalb der Spielfläche, aber sichtbar für die Zuschauer, ihren Platz finden.

Die Bühnen- und Kostümbildnerin Romaine Fauchère wurde in Sion (Schweiz) geboren und studierte Malerei, Bildhauerei und Bühnengestaltung in Florenz und Mailand. Die vielseitige Künstlerin arbeitete bereits mit Regisseuren wie Christian von Treskow, Matthew Jocelyn, Manfred Karge oder Robert Bouvier zusammen und entwarf auch Bühnenräume für Ballette. Open-Air-Erfahrungen sammelte sie in zahlreichen Produktionen, u.a. bei den Domstufen-Festspielen Erfurt, in Genf, Solothurn und eben in Schwerin.

Vom 8. Juli bis 14. August werden 23 Vorstellungen der Verdi-Oper „Aida“ auf dem Alten Garten zu erleben sein. Die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin spielt dieses musikalische Meisterwerk unter der Leitung ihres 1. Kapellmeisters Gregor Rot. Regie führt Georg Rootering, der bereits „Nabucco“ und „La Traviata“ bei den Schlossfestspielen inszenierte. Neben Solisten des Schweriner Musiktheaterensembles werden Gäste mit internationalem Renommee zu hören sein. Die Chöre singen unter der Leitung von Chordirektor Ulrich Barthel.

Giuseppe Verdis Meisterwerk sorgte bereits bei der Uraufführung 1871 in Kairo für einen triumphalen Erfolg, der bis heute ungebrochen ist. Im Mittelpunkt der Handlung steht die äthiopische Prinzessin Aida, die unerkannt im feindlichen Ägypten als Sklavin am Hof der Königstochter dient. Aida liebt Radames, einen ägyptischen Heerführer, den jedoch auch Amneris für sich erwählt hat. Drei Liebende, inmitten eines tobenden Krieges voller Gewalt und Zerstörung. Drei Liebende, den Gesetzen von Macht, Religion und menschlichen Abgründen ausgeliefert. Drei Liebende, die sich am Ende der Kraft der Liebe ergeben müssen.

 

Weitere Vorstellungen: 9. bis 10.7., 14. bis 17.7., 21. bis 24.7., 28. bis 31.7. sowie 4. bis 7.8. und 11. bis 14.8.16 jeweils 21 Uhr auf dem Alten Garten.

 

Text: Franziska Pergande/Theater Schwerin

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