Vierspuriger Ausbau der B 321 beginnt

2,1 Kilometer langer Streckenabschnitt erhöht Kapazität und Verkehrsqualität

Im Dezember beginnen in Schwerin die vorbereitenden Arbeiten zum Ausbau der Bundesstraße 321, Crivitzer Chaussee. Die B 321 wird dann vom Knotenpunkt Plater Straße bis zur Abfahrt Mueß an der Störkanalbrücke zu einem 4-streifigen Autobahnzubringer ausgebaut. Laut Infrastrukturministerium soll damit die Kapazität und Verkehrsqualität deutlich erhöht. Immerhin bewältige der Straßenabschnitt hohe regionale und überregionale Verkehrsströme. Er wird den Lückenschluss zwischen den bereits 4-streifigen Abschnitten von der B 106 bis zur Plater Straße im Bereich Neu Zippendorf sowie von der Abfahrt Mueß bis zur Anschlussstelle Schwerin-Ost der A 14 darstellen.

Der Bund hatte im September die Baufreigabe für den Ausbau erteilt, nachdem das Land das Planfeststellungsverfahren im August positiv abschließen konnte. Die Baustrecke ist insgesamt 2,1 Kilometer lang. Die Maßnahme wird in zwei Abschnitten durchgeführt. Der 1. Bauabschnitt erstreckt sich von der Kreuzung Plater Straße/Alte Dorfstraße bis zur Kreuzung Lomonossowstraße  / Alte Crivitzer Landstraße. Der 2. Abschnitt führt von der Kreuzung Lomonossowstraße/Alte Crivitzer Landstraße bis zur Abfahrt Mueß.

Baumfällungen an ersten beiden Dezemberwochenenden

Zu den vorbereitenden Arbeiten gehören neben der Baufeldfreimachung auch Leitungsumverlegungen und Baumfällungen. Die notwendige Fällung von Großbäumen wird aus Gründen der Verkehrssicherheit am ersten und zweiten Dezemberwochenende (02.-03.12.2017 und 09.- 10.12.2017) unter Vollsperrung durchgeführt werden. Autoverkehr, Radfahrer und Fußgänger werden an diesen Tagen über die Plater Straße – Hamburger Allee – Lomonossowstraße geführt. Die Anlieger an der Crivitzer Chaussee werden für gesonderte Absprachen von der Baufirma kontaktiert. In den folgenden Wochen werden weiteren Fällungen und vorbereitende Arbeiten erfolgen. Es muss hier mit temporären Verkehrseinschränkungen zum Teil mit halbseitigen Sperrungen gerechnet werden. Diese werden jeweils nur unter der Woche nur zwischen 9 Uhr und 15 Uhr eingerichtet, um den Pendlerverkehr nicht zu behindern.

Nach der Abnahme der Bäume wird am nördlichen Fahrbahnrand zwischen dem Räthenweg und der Straße Mueßer Bucht für die Dauer der Bauzeit ein Radweg angelegt. Der vorhandene Radweg kann während der Bauphase nicht genutzt werden.

Verdichtung des Untergrunds ab Januar 2018

Das Hauptaugenmerk der vorbereitenden Arbeiten liegt auf der Vorbelastungsschüttung ab Ende Januar. Der vorhandene Untergrund kann in seiner jetzigen Beschaffenheit die künftige Straße nicht tragen. Mittels Vorbelastungsschüttung wird der Boden daher verdichtet. Durch Aufschüttungen im Bereich der neuen Straße wird das Wasser aus dem weichen Untergrund gepresst und der Boden so standfester gemacht. Die Vorbelastungsschüttung wird in mehreren Lagen aufgebracht. Nach jeder Lage entstehen Setzungen, die abgewartet werden müssen, ehe die nächste Lage aufgebracht werden kann. Das Prozedere wird mehrere Monate in Anspruch nehmen. Im Anschluss muss der fertige Erdwall voraussichtlich 15 Monate liegen, bis der Boden ausreichend verfestigt ist. Währenddessen werden parallel weitere bauvorbereitende Arbeiten erfolgen. Nach Abschluss dieses Verfahrens kann mit dem tatsächlichen Bau begonnen werden.

Neue Brücke und mehrere Lärmschutzwände

Die beiden Richtungsfahrbahnen werden künftig durch einen 2,50 Meter breiten Mittelstreifen voneinander getrennt. Die Brücke über die B 321 im Zuge des Consrader Weges wird abgerissen und durch ein neues Bauwerk ersetzt, welches mit größerer Spannweite die neue vierspurige Fahrbahn überspannt. Zum Schutz der Anwohner vor Verkehrsimmissionen werden insgesamt sechs Lärmschutzwände errichtet.

Umleitungsregelungen ab Sommer 2018

Etwa ab Sommer 2018 wird für den Lkw-Verkehr über 7,5 Tonnen für die gesamte Bauzeit eine großräumige Umleitung eingerichtet. Der Schwerverkehr aus Richtung Crivitz fährt die südliche Umleitung über die K 109 Richtung Sukow, weiter über die K 30 nach Banzkow und Hasenhäge bis zur L 072 (ehemals B106) Richtung Schwerin.

Die nördliche Umleitung für den Schwerverkehr führt über die L 101 von Raben-Steinfeld über Leezen bis nach Rampe an die B 104 zum Paulsdamm, weiter Richtung Schwerin. Die Umleitung wird frühzeitig ausgeschildert.

Der übrige Verkehr wird über kürzere Umleitungsstrecken geführt. Während der Bauarbeiten im 1. Bauabschnitt wird der stadteinwärts fahrende Verkehr ebenfalls ab Sommer 2018 auf der Crivitzer Chaussee (B 321) durch die Baustelle geführt. Stadtauswärts erfolgt die Umleitung über die Plater Straße, die Hamburger Allee und die Lomonossowstraße bis zur B 321. Für die Umleitung über die Lomonossowstraße wird zuvor der dortige Kreisverkehr ausgebaut. Die Ampelschaltungen auf der Umleitungsstrecke werden der neuen Verkehrsführung angepasst.

Die Arbeiten im 2. Bauabschnitt beginnen erst nach Fertigstellung des 1. Abschnittes und werden hauptsächlich unter Vollsperrung erfolgen. Der gesamte Verkehr wird dann über die Alte Crivitzer Landstraße geführt, die vorher für den Umleitungsverkehr hergerichtet wird. Der Neubau der Brücke über die B 321 im Zuge des Consrader Weges erfordert es, dass der Autoverkehr aus Nedderfeld für ungefähr ein Jahr über Consrade geführt werden muss. Details zu den Umleitungen im 2. Bauabschnitt werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Die durch die Baumaßnahme verursachten Eingriffe in die Natur werden durch umfangreiche Aufforstungen östlich von Schwerin kompensiert. Daneben erfolgen weitere Ausgleichsmaßnahmen und Ersatzzahlungen. Die Kosten der Gesamtmaßnahme in Höhe von ca. 21,5 Millionen Euro trägt der Bund. Die Landeshauptstadt Schwerin beteiligt sich in den Kreuzungsbereichen an den Ausbaukosten.

Quelle: MfEID MV / red
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